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Ausreichend Server-Puste: Lighttpd

Obwohl dieser von Jan Kneschke entwickelte “Leichtgewicht”-Server in Bezug auf seine Marktanteile den 4. Platz belegt, ist er bisher kaum bekannt.
Lighttpd, oder auch Lighty genannt, kann aufgrund seiner Architektur recht große Besucheranfragen abarbeiten. Mehrere Anfragen werden, anders als beim “Schwergewicht” Apache, nicht in separaten Instanzen, sondern in einem einzigen Prozess behandelt, womit dann auch wesentlich weniger Speicherplatz erforderlich wird.

Lighty unterstützt dabei alle relevanten Scriptsprachen, wie PHP, Perl, Ruby und Python sowie die Anbindung an alle wichtigen Datenbanksysteme. Damit sind bspw. Umzüge von einer klassischen AMP-Installation (Apache-MySQL-PHP) auf einen Lighty-Server kein Problem. Da .htaccess-Dateien jedoch nicht ausgewertet werden können, müssen diese Informationen direkt in die Konfigurationsdatei (lighttpd.conf) des Servers geschrieben werden.

Lighty unterstützt via Modul ebenfalls recht viele, bereits vom Apache bekannte Funktionen, wie bspw. mod_rewrite. Eine komplette Liste aller verfügbaren Module findet sich hier.

Ebenfalls für Lighty spricht die komplikationslose Einbindung von FCGI, die bei Apache sehr oft zu Problemen führt. So ist bspw. von einer Ruby-Installation unter Apache aus Stabilitätsgründen eher abzuraten.
Lighty läßt sich insgesamt sehr einfach und entspannt konfigurieren und sorgt dadurch für weniger Kopfschmerzen. Außerdem gilt er als ein sehr sicherer Server.

Auch große Websites, wie YouTube, Wikipedia, mySpace oder SourceForge haben Lighty bereits für sich entdeckt und nutzen den enormen Performance-Vorteil für ihre großen Besucheranstürme (siehe auch hier).

Wer also den “Neuen” mal antesten möchte, sollte keine Probleme bei der Installation haben. Natürlich können Apache und Lighty auch parallel installiert werden. Viel Spass!

Geändert am: 23.09.2007
Einsortiert: Server | WONG IT
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