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Google’s Basis für web 3.0: Android

Google’s CEO Eric Schmidt antwortete einmal auf die Frage, wofür Web 2.0 stehen würde, mit “Web 2.0 ist zunächt einmal nur ein Marketing-Begriff”. Konkreter wird Google nun zum Thema Web 3.0, daß sich für Schmidt durch den einfachen, mobilen Datenzugriff auszeichnet.
Die Kalifornier wollen hier natürlich nichts dem Zufall überlassen und formen das Web 3.0 kurzerhand in Eigenregie schonmal vor: Mit Android präsentiert Google nun ein offenes, auf Java basierendes Betriebssystem für das Handy mit Middleware und Software-Applikationen - unabhängig von Hardwarehersteller oder Netzbetreiber.


Features
Android als speziell für Mobiltelefone optimiertes System, beherbergt ein Application-Framework für eine sehr schnelle Applikationsentwicklung (Rapid Application Development). Außerdem stellt es neben einem Browser auch eine umfangreiche 2D- und 3D-Grafikbibliothek für ein einheitliches Look & Feel bereit.
Sehr interessant ist auch die Möglichkeit, SQLite-Datenbanken in die Applikationen einbinden zu können.
Auch die Nutzung und Verwaltung von Medien (Bilder, Audio- und Videomaterial) wird über entsprechende Bibliotheken unterstützt.
Je nach Hardware können auch GSM, EDGE, 3G, Bluetooth, WLAN, verbaute Kameras und der GPS-Empfänger angesprochen werden.

Das System basiert auf dem Linux-Kernel 2.6 und genügt damit auch allen relevanten Sicherheitsaspekten.

iPhone vs. Android
Google hat Open-Source als mächtigen Katalysator zur Marktpenetranz verstanden und versucht nun, die bisher positiven Erfahrungen in diesem Bereich für sich gewinnbringend einzusetzen.
Die Rechnung könnte nach Schätzung der Analysten auch aufgehen, die für das Jahr 2010 eine eindeutige Marktdominanz der Android-Plattform prognostizieren.

Google fährt damit gegen den von Apple eingeschlagenen Kurs: Während die iPhone-Plattform nur sehr langsam sehr widerwillig und eingeschränkt geöffnet wird, setzt Google von Anfang an auf Offenheit.
Da bereits jetzt ein erstes SDK für Android auf Eclipse-Basis erhältlich ist, werden die Applikationen auf Android-Basis die vom iPhone in Bezug auf Quantität und Qualität schnell hinter sich lassen.

Apple muss also handeln. In diesem Zusammenhang ist besonders die Tatsache interessant, das Google’s CEO auch gleichzeitig Mitglied im Board of Directors bei Apple ist. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt (obwohl Schmidt nach eigenen Angaben ein “glücklicher” iPhone-Nutzer ist) …

Fazit
Google hat bereits 33 teils schwergewichtige Partner gefunden und unter der Open Handset Alliance zusammengefasst. An geeigneter Hardware wird es also zukünftig nicht mangeln. Wenn also die Rechnung aufgeht, gibt es in weniger als 2 Jahren nur noch Android-fähige Handys - und das iPhone.
In Anbetracht dieser Ausgangssituation hat man beinahe Mitleid mit Microsoft, die ihr Windows Mobile momentan noch auf Hardware bereitstellen, die vom neuen Open Handset Alliance-Partner HTC hergestellt werden …

Geändert am: 21.11.2007
Einsortiert: Betriebssystem, Strategie, Suchmaschinen / SEO | WONG IT
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Kommentare

(Bisher ein Kommentar)

Google ACME: A Company that Manufactures Everything | tactical web development blog / typo3 agentur / ruby on rails / php / consulting / programmierung / entwicklung / 30.11.2007, 13:01

[…] Eins ist klar: Google will Standards schaffen, bevor andere Standards ihnen zu schaffen machen. Neben der obligatorischen Pflege des Suchdienstes (also des Kerngeschäftes) geht man in großen Schritten auf web3.0 zu, daß nach eigenen Aussagen im mobilen Internet zu sehen ist. CEO Eric Schmidt sieht vor allem in der Verknüpfung lokalisierter Werbeeinblendungen auf mobile Endgeräte eine profitable Monetarisierungsmöglichkeit. In diesem Zusammenhang ist auch der noch nicht ganz ausgereifte Ortungsdienst via Handy (ohne GPS) zu sehen. Sollten sich die Gerüchte um den Erwerb einer Mobilfunklizenz bewahrheiten, könnte Google sogar unabhängig bestehender Netzdienste operieren, bzw. das eigene Netz subvermarkten. Parallel dazu wird ja ohnehin kräftig die Marketing-Trommel für Android, dem Open Source-Betriebssystem für mobile Endgeräte/Handys geschlagen (weitere Infos hier). […]

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