Ruby on Rails und Skalierung - Das alte Thema
Wenn es um Ruby on Rails geht, ist das Thema Skalierung immer noch heiß diskutiert. Verfechter alternativer Techniken weisen in kontroversen und nicht immer sachlichen Diskussionen darauf hin, dass bisher keine Rails-Anwendung wirklich großen Besucheranstürmen problemlos standhalten könne. Selbst in einigen Fachzeitschriften wird sogar ernsthaft die Überlebensfähigkeit der Sprache Ruby in Frage gestellt.
Ruby on Rails hat sich in den letzten Jahren sicherlich zum Rockstar der Programmiersprachen herausarbeiten können. Trotzdem muss man je nach Anwendungsfall entscheiden, welche Technik im speziellen Fall doch die bessere ist.
Ein Argument für RUBY/RAILS ist sicherlich die Tatsache, dass Entwickler teurer sind, als Rechenpower/Hardware. Ein schnell zu entwickelnder Code der dann auch noch einfacher zu warten ist, kann also durdchaus ein deutliches Pro darstellen. Da MVC-Frameworks aufgrund Ihrer Struktur aber grundsätzlich mit ihrer Performace zu kämpfen haben, ist es wohl kein Rails-spezifisches, als vielmehr ein grundsätzliches Problem.
Man müsste also zu Beginn eines Projektes klären, wie groß der zu erwartende Besucheransturm wäre (was im Hinblick auf die definierte Zielgruppe auch ungefähr gelingen sollte). Die meisten Projekte sollten sich dabei von ihrer Größe in einem Rahmen bewegen, bei dem das Thema Skalierung wohl eine untergeordnete Rolle spielen dürfte.
Ruby on Rails sollte damit für die meisten Anwendungsfälle eine ausgezeichnete Basis zur Erstellung von Web2.0-Anwendungen darstellen, die Dank passenger inzwischen auch beim deployen ihren Schrecken verloren hat.
Geändert am: 19.08.2008
Einsortiert: Strategie, Ruby (on Rails) | WONG IT
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