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Subversion auf openSUSE

Wenn man professionelle Ruby on Rails-Anwendungen organisiert entwickeln möchte, sollte man unbedingt an eine Versionierungsmöglichkeit denken. Hier bietet sich Subversion an, da es mit der beliebten RoR-IDE RadRails ohnehin bereits in der Standardkonfiguration ausgeliefert wird.

Subversion bietet jedoch nicht nur die Möglichkeit, auf Knopfdruck wieder zu alten Programmversionen zurückzukehren, sondern ermöglicht ein einfaches Entwickeln im Team. Dafür sollte Subversion natürlich auf einem Server installiert sein.

Im Folgenden gehe ich von einer openSUSE 10.2-Installation mit Apache-Server aus (wobei die Prinzipien auf jeder anderen Linux-Distribution gleich oder zumindest ähnlich sind).
Subversion gibt es als Standalone-Programm und als Apache-Aufsatz. Letztere Variante wird wohl häufiger genutzt und bietet zudem auch einige Features mehr (z.B. Webbrowsing der Repositories), weshalb ich im folgenden auch nur letztere Variante beschreiben werde. Als Editor wird hier nano verwendet. Natürlich kann auch jeder andere Texteditor (z.B. vi) genutzt werden.

Vorgehensweise:

  • Zunächst müssen die Subversion-Pakete über Yast installiert werden. Das geht recht einfach, da diese auch eindeutig als solche identifizierbar sind:
    subversion, subversion-server, subversion-python, viewvc.
  • Jetzt kann das Hauptverzeichnis des Repositories über folgenden Kommandozeilenbefehl angelegt werden:

    mkdir /repos

  • Über

    svnadmin create /repos/<Repository-Name>

    wird nun ein Repository angelegt.

  • Nun fehlen noch die zugriffsberechtigten Nutzer. Der erste Nutzer wird angelegt über

    htpasswd2 -cm /repos/<Repository-Name>/passwdfile <Name>

    Weitere Nutzer können dann angelegt werden über

    htpasswd2 -m /repos/<Repository-Name>/passwdfile <Name>

    Vor dem Anlegen der Nutzer müssen noch die gewünschten Passwörter eingegeben werden. Nach wiederholter Eingabe werden die Daten dann unter /repos/passwdfile gespeichert.

  • Anschließend muss Apache noch die Freigabe von 3 Modulen erhalten. Dazu folgenden Code in die Kommandozeile eingeben:

    nano /etc/sysconfig/apache2

    Hier müssen nun zwischen die Anführungszeichen der Zeile APACHE_MODULES=”…” die notwendigen Module ergänzt werden. Diese sind dav, dav_svn und authz_svn, die hier Leerzeichen-separiert eingetragen werden. Anschließend kann die Datei mit STRG+O (anschließend ENTER) gespeichert werden. STRG+X beendet den Editor.

  • Jetzt muss noch die Konfigurationsdatei des Apache-Servers über

    nano /etc/apache2/httpd.conf

    ergänzt werden:

    <Location /repos>
    DAV svn
    SVNParenth /repos
    AuthType Basic
    AuthName “Repositories”
    AuthUserFile /repos/<Repository-Name>/passwdfile
    Require valid-user
    </Location>

  • Nachdem Apache über

    rcapache2 restart

    neu gestartet wurde, kann man das Repository über
    http://www.deine.domain/repos/<Repository-Name> aufrufen.

Ich rate bei der Nutzung von Subversion von einer SSL-geschützten Verdindung gebrauch zu machen, da andernfalls die Daten im Klartext über das Netz übertragen werden (Sicherheitsrisiko *rotelampeblink*). Weitere Infos zu diesem Thema sind im Artikel https:// Funktion und Einrichtung zu finden.

Geändert am: 20.10.2007
Einsortiert: Programmierung, HowTo | WONG IT
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