Usability und Design: Trend im Web 2.5
Neue Designtrends lassen sich im Internet in regelmäßigen Abständen erkennen. Diese entwickeln sich nicht zuletzt auch aus der gewachsenen Erkenntnis über Usability und deren Auswirkung auf das Besucherverhalten.
Wenn man bedenkt, dass alleine die falsche Farbgebung einer Seite zu einem ausschlaggebenden Wirtschaftsfaktor für ein Unternehmen werden kann, rückt das Layout einer Seite in ein besonderes Licht.
Bei der Entwicklung von Design handelt es sich natürlich immer um fließende Prozesse und um einen Umbau, der Stück für Stück vollzogen wird. Allerdings gibt es auch Seitenbetreiber, die einer solchen Entwicklung bereits seit Jahren trotzden. Trifft man auf ein solches Design (aus den 90er Jahren), wird auch das ungeübte Auge dieses sofort erkennen können.
Genau so wie man sich an den Anblick moderner Fahrzeuge gewöhnt, so haben wir uns inzwischen auch im Internet an spiegelnde Oberflächen und vom Kontrast her optimal eingerichtete Textbereiche gewöhnt. Jede Seite, die sich anders präsentiert, scheint für uns nicht die Qualität zu erwartende Qualität zu haben. Wenn sich also jemand schon im Internet nicht richtig präsentieren kann, wird er wohl auch sonst nicht auf der höhe der Zeit seinen Job verrichten.
Eine Trend im Internet ist also nicht unbedingt dazu da, um gebrochen zu werden, sondern von ihm zu profitieren: “Ich setze auf eine ’saubere Verarbeitung’, ein bewährtes Äußeres und transportiere damit Qualität”.
Eine “gepflegte Erscheinung” ist allerdings nur die halbe Miete. Denn wenn das System insgesamt schlecht zu bedienen ist, hilft das auch nicht …
Momentan zeichnet sich vor allem bei den Web-Applikationen, die nicht auf Content-Management-Systemen und deren fertigen Modulen basieren, ein neuer Entwicklunsgtrend ab. So findet man beispielsweise bei neuen Ruby on Rails-Anwendungen, mit denen ja auch völlig neue Ideen und Konzepte umgesetzt werden, sehr einfache und klare Strukturen. Folgende Elemente lassen sich dabei erkennen:
- Zentrale, große Überschrift
- Bedienelemente verlieren an optischer Komplexität
- Funktionelle Aufteilung über den Hintergrund, der mit schwachen Farbverläufen versehen ist
- Footer-Navigation, die sich im Kontrastbild zu restlichen Seite befindet
Bei Applikationen, bei denen die Interaktivität und nicht das Konsumieren von Informationen im Fokus steht, ist eine einfaches, strukturiertes aber trotzdem ansprechendes Layout besonders wichtig.
Hier ein paar Beispiele:
http://whodo.es/
http://www.codepitch.com/
http://www.lighthouseapp.com/
Für eine weitere Klärung sollte man entsprechende Analysetools, wie m-pathy zu Rate ziehen, denn leider lässt sich nicht alles durch reine Beobachtung erklären.
Klassische “Usabilitysünden” wären beispielsweise:
- RESET-Button neben dem ABSENDEN-Button. Zu oft wird vesehentlich auf RESET geklickt, obwohl man das gerade ausgefüllte Formular absenden wollte. Ein Nutzer wird die Daten nicht unbedingt nochmal eingeben wollen.
- Websites, die ihr Angebot in mehreren Sprachen anbieten, haben oft vorgeschaltete Seiten, auf denen der Nutzer die Sprache auswählen kann. Wenn möglich sollte man vorgeschaltete Seiten vermeiden (bspw. wenn Sie bisher nur einen Flashfilm an dieser Stelle anbieten). Sollte das nicht gehen, sollte man darauf achten, die Links auf dieser Seite so weit in die obere Bildhälfte zu setzen und eindeutig zu markieren, sodass der Nutzer keine Probleme haben wird, diese zu finden.
Sie sehen: Design und Usability sind sehr wichtige Themen, die den Erfolg einer Seite ganz entscheidend beeinflussen können.
Aktueller Trend: Simple Architektur mit filigranen Verläufen.
Geändert am: 27.08.2008
Einsortiert: Marketing, Strategie | WONG IT
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